Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 war der erste öffentliche Massenprotest im Machtbereich der Sowjetunion nach 1945. Rund eine Million Menschen gingen an diesem Tag in der DDR für bessere Lebensbedingungen, für Demokratie, Freiheit und deutsche Einheit auf die Straße. Die Demonstrationen und Kundgebungen an mehr als 700 Orten wurden schließlich zur Unterstützung von SED und Stasi von sowjetischen Panzern und Truppen aufgelöst. Über 50 Menschen wurden getötet, Hunderte schwer verletzt, Tausende anschließend zu häufig mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Mehr als fünf Jahrzehnte blieben die Toten des Volksaufstandes weitgehend unbekannt. Erst seit 2004 sind ihre Biografien und die Umstände, unter denen sie ums Leben kamen, dokumentiert.

Zunächst füllten Schlagzeilen, Bilder und Filmaufnahmen des Volksaufstands die Medien des Westens. Vor dem Schöneberger Rathaus wurde der Opfer gedacht - in der DDR war das verboten.

In der alten Bundesrepublik war der 17. Juni bekanntlich von1954 bis 1990 als "Tag der deutschen Einheit" zum Nationalfeiertag geworden. Heute ist der 17. Juni ein Gedenktag, da mit der Wiedervereinigung der 03. Oktober als gesetzlicher Nationalfeiertag gesetzt ist.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Internetseite der Quelle der Bundeszentrale für politische Bildung www.bpb.de.

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